Auf Yeti's Spuren

Eine Wintermütze als Bergführer, eine Perücke als Schauspieler, die Fliegermütze als Wüstenpilot, oder den Schutzhelm als Bauherr und Konstrukteur seiner Hütten im Grindelwald:
Beat «Yeti» Hutmacher hatte schon manche Hüte auf. In ständiger Bewegung und mit einer aufrichtigen Neugier gewappnet, versucht Yeti stets, seine Ideen und Träume zu verwirklichen.

Seine Wurzeln sind im Berner Oberland. Aufgewachsen im Berghotel Männlichen auf 2'200 m ü. M., entdeckte er bereits als Bub die örtliche Tierwelt für sich und entwickelte ein Verständnis für ökologische Kreisläufe, während er seinen Grossvater auf dem Bauernhof unterstützte. Möglich, dass das Hotel und die stete Auseinandersetzung mit dem Fernen der Grund ist, warum Yeti bis heute um die Relevanz des Berner Oberländer Kulturerbes weiss und diese wahrt. War die Schule Beats Pflicht, so waren die Berge Yetis Kür. Bereits mit dreizehn Jahren erkundete er sowohl als Bergsteiger als auch Kletterer das Berner Gebirgsland mit seinen Freunden. Kulinarische Landschaften entdeckte Yeti ebenfalls in seiner Heimat: In den 90ern lancierte er diverse Gastronomieprojekte, unter anderem die erste Schneebar der Schweiz auf der Passhöhe Kleine Scheidegg, wo lange Nächte und kurze Tage üblich waren. 

Doch Beat wäre nicht Yeti, hätte ihn seine Neugier nicht auch in die Welt hinausgetragen. Mit 24 Jahren gründete er «Yeti’s Tiefschnee-Abenteuer», eine Bergsteigerschule mit Fokus auf Tiefschneekurse und Skitouren ennet den Alpen. Immer wieder liess er die heimische Gebirgskette hinter sich und füllte seinen Rucksack mit neuen Erfahrungen: In Algerien flog er als Flugtaxi Geschäftskunden durch die Wüste. In den Malediven flog er Touristen im Wasserflugzeug über das Meer und war als Katastrophenhelfer vor Ort, als 2004 der Tsunami auf die Inselkette traf. Die Pilotenmütze hat er mittlerweile abgelegt, denn genauso wie Yeti, wandelt sich die Welt auch fortlaufend: Seinen Lebensentwurf gestaltet er konsequent nachhaltig, genauso wie seine Hütten. Maximal reduziert, nichts zur Zierde.

Yeti ist interessiert an echten, lebendigen Erfahrungen wo und von wem auch immer. Romane oder Filme ohne Bezug zur Realität sagen ihm nichts. Yeti sieht das Besondere im Alltäglichen, darum baute er aus SBB-Transportkisten Möbel und begann einst mit der Renovation einer ersten Hütte. Und weil er lieber Hütten ausbaut als selbst darin zu wohnen, kamen schnell weitere Bauprojekte dazu. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und der Tatendrang, Ideen gleich umzusetzen, sind Konstanten in Yetis mannigfaltigem Leben. Die Zeit wird zeigen, welchen Hut er als nächstes aufhat.

Beat «Yeti» Hutmacher

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